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Wohngruppe, Betreutes Wohnen, Pflegeheim: Welche Wohnform passt?

Irgendwann kommt in vielen Familien der Moment, in dem es zuhause nicht mehr so weitergeht wie bisher. Die Mutter stürzt öfter, der Vater vergisst, ob er seine Tabletten genommen hat, oder die Pflege überfordert die Angehörigen. Dann stellt sich die Frage: Wie soll es weitergehen? Betreutes Wohnen, eine Wohngruppe und ein Pflegeheim sind die drei häufigsten Antworten. Sie unterscheiden sich darin, wie selbstständig man lebt und wie viel Hilfe man bekommt.

Die drei Wohnformen im Überblick

Betreutes Wohnen Wohngruppe Pflegeheim
Wie wohnt man? Eigene Wohnung mit Küche und Bad Eigenes Zimmer mit Bad, Küche und Wohnzimmer werden geteilt Eigenes Zimmer, meist in einem größeren Haus
Wie viel Hilfe? Hilfe auf Abruf, wenn sie gebraucht wird Pflege und Betreuung rund um die Uhr vor Ort Pflege und Betreuung rund um die Uhr vor Ort
Wie groß ist die Gemeinschaft? Nachbarn im Haus, gemeinsame Angebote freiwillig Kleine Gruppe, oft 8 bis 12 Menschen Oft deutlich größer, in Wohnbereiche aufgeteilt
Alltag Weitgehend selbst organisiert Gemeinsamer Alltag, Mitwirkung erwünscht Fester Tagesablauf, vieles wird abgenommen
Für wen? Selbstständige Menschen, die Sicherheit wollen Menschen mit Pflegebedarf, die nicht allein leben sollen Menschen mit sehr hohem Pflegebedarf

Betreutes Wohnen: eigene Wohnung, Hilfe in Reichweite

Beim Betreuten Wohnen lebt man in einer eigenen, barrierefreien Wohnung. Man kocht selbst, empfängt Besuch, wann man will, und organisiert den Alltag weitgehend allein. Der Unterschied zur normalen Mietwohnung: Hilfe ist in der Nähe. Braucht man Unterstützung bei der Pflege oder im Haushalt, kommt ein Pflegedienst ins Haus, und zwar nur so oft, wie es nötig ist.

Betreutes Wohnen passt für Menschen, die im Alltag noch gut zurechtkommen, sich aber nicht mehr allein in einem großen Haus oder einer Wohnung mit Treppen sicher fühlen. Viele ziehen bewusst früh um, solange sie den Umzug noch selbst gestalten können.

Wichtig zu wissen: Betreutes Wohnen ist keine Rund-um-die-Uhr-Betreuung. Wer nachts Hilfe braucht oder nicht mehr allein bleiben kann, ist in einer Wohngruppe besser aufgehoben.

Wohngruppe: eigenes Zimmer, gemeinsamer Alltag

In einer Wohngruppe leben mehrere pflegebedürftige Menschen zusammen, ähnlich wie in einer großen Familie. Jeder hat ein eigenes Zimmer, das er mit eigenen Möbeln einrichtet, meist mit eigenem Bad. Küche, Wohnzimmer und Garten werden geteilt. Pflegekräfte und Betreuungskräfte sind rund um die Uhr vor Ort.

Der Alltag in einer Wohngruppe ähnelt dem Leben zuhause: Es wird gemeinsam gekocht, gegessen und geredet. Wer mag, hilft beim Tischdecken oder im Garten mit, wer seine Ruhe will, zieht sich ins eigene Zimmer zurück. Die kleinen Gruppen sorgen dafür, dass jeder jeden kennt.

Eine Wohngruppe passt für Menschen, die Pflege brauchen, aber nicht in ein großes Haus möchten. Sie eignet sich auch dann, wenn jemand nicht mehr allein wohnen kann, weil er sich zum Beispiel nachts unsicher fühlt oder vergesslich geworden ist.

Pflegeheim: umfassende Versorgung bei hohem Pflegebedarf

Ein Pflegeheim bietet die umfassendste Versorgung. Pflege, Mahlzeiten, Wäsche und Betreuung sind rund um die Uhr organisiert, der Tagesablauf ist klar strukturiert. Für Menschen mit sehr hohem Pflegebedarf oder aufwendiger medizinischer Versorgung kann das die richtige Wahl sein.

Weil Pflegeheime oft mehr Bewohnerinnen und Bewohner haben, ist der Alltag weniger familiär als in einer Wohngruppe. Wie gut ein Heim zu einem Menschen passt, hängt stark vom einzelnen Haus ab. Ein Besuch vor Ort lohnt sich in jedem Fall.

Und wenn man zuhause wohnen bleiben möchte?

Nicht jede Veränderung bedeutet einen Umzug. Mit einem ambulanten Pflegedienst können viele Menschen lange in ihrer eigenen Wohnung bleiben. Die Tagespflege ist eine weitere Möglichkeit: Tagsüber ist man in Gesellschaft gut betreut, abends schläft man im eigenen Bett. Das entlastet pflegende Angehörige, besonders wenn sie berufstätig sind.

Wie werden die Wohnformen finanziert?

Die Finanzierung unterscheidet sich je nach Wohnform. Im Betreuten Wohnen zahlt man meist Miete und meist eine Betreuungspauschale. Pflegeleistungen rechnet der Pflegedienst je nach Bedarf ab, die Pflegekasse beteiligt sich entsprechend dem Pflegegrad.

In einer Wohngruppe setzen sich die Kosten aus Miete, Haushaltsgeld sowie Pflege und Betreuung zusammen. Für Pflege und Betreuung zahlt die Pflegekasse Leistungen nach Pflegegrad. Für Menschen in einer Wohngruppe gibt es außerdem unter bestimmten Voraussetzungen einen monatlichen Wohngruppenzuschlag.

Im Pflegeheim zahlt die Pflegekasse einen festen Betrag je nach Pflegegrad. Den Rest tragen die Bewohnerinnen und Bewohner als Eigenanteil selbst. Reicht das eigene Einkommen nicht aus, kann das Sozialamt einspringen.

Welche Kosten im Einzelfall entstehen, hängt vom Pflegegrad und vom Unterstützungsbedarf ab. Lassen Sie sich deshalb vor einer Entscheidung persönlich beraten.

Welche Wohnform passt? Fragen zur Orientierung

Diese Fragen helfen bei der Einschätzung:

  • Kommt Ihr Angehöriger tagsüber und nachts allein zurecht, oder braucht er regelmäßig Hilfe?
  • Kann er seinen Haushalt noch selbst führen, zum Beispiel kochen, einkaufen und die Wäsche machen?
  • Fühlt er sich allein einsam oder unsicher?
  • Wie viel Selbstständigkeit ist ihm wichtig, und wie viel Gemeinschaft wünscht er sich?
  • Welcher Pflegegrad liegt vor, und wie wird sich der Pflegebedarf voraussichtlich entwickeln?
  • Wie weit darf der neue Wohnort von Familie und Freunden entfernt sein?

Als Faustregel gilt: Wer weitgehend selbstständig ist, sich aber mehr Sicherheit wünscht, ist im Betreuten Wohnen gut aufgehoben. Wer Pflege und Gesellschaft rund um die Uhr braucht, aber einen familiären Rahmen möchte, findet in der Wohngruppe das Richtige.

Unser Angebot in der Region

Die HEUTE GmbH bietet Betreutes Wohnen in Bielefeld-Senne, Delbrück-Schöning und Schloß Holte-Stukenbrock sowie Wohngruppen in Bielefeld-Senne, Delbrück, Delbrück-Schöning, Gütersloh und Schloß Holte-Stukenbrock. An mehreren Standorten liegen Betreutes Wohnen und Wohngruppe unter einem Dach. Wer zuhause wohnen bleiben möchte, wird von unserer ambulanten Pflege versorgt oder besucht unsere Tagespflege in Delbrück-Schöning.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Betreutem Wohnen und einer Wohngruppe?

Im Betreuten Wohnen lebt man in einer eigenen Wohnung und bekommt Hilfe auf Abruf. In einer Wohngruppe hat man ein eigenes Zimmer, teilt sich Küche und Wohnräume mit anderen und wird rund um die Uhr von Pflegekräften betreut.

Braucht man für eine Wohngruppe einen Pflegegrad?

In der Regel ja. Wohngruppen richten sich an pflegebedürftige Menschen. Welche Pflegegrade aufgenommen werden, klären wir gern im persönlichen Gespräch.

Kann man von Betreutem Wohnen in eine Wohngruppe wechseln?

Ja, wenn der Pflegebedarf steigt, ist ein Wechsel möglich, sofern ein Platz frei ist. An Standorten, an denen beides unter einem Dach liegt, bleibt man dabei in vertrauter Umgebung.

Darf man eigene Möbel mitbringen?

Im Betreuten Wohnen richten Sie Ihre Wohnung komplett selbst ein. Auch in unseren Wohngruppen können Sie Ihr Zimmer mit eigenen Möbeln, Bildern und Erinnerungsstücken gestalten.

Wir beraten Sie persönlich

Jede Situation ist anders. Wenn Sie unsicher sind, welche Wohnform zu Ihnen oder Ihrem Angehörigen passt, sprechen Sie mit uns. Wir beraten Sie kostenlos zu Pflegegraden, Kosten und freien Plätzen. Rufen Sie uns an: 05207 / 95 60 50.

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Aktuelle News und Informationen – rund um unseren Pflegedienst.

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